| Biographie:
Osman Gazi war erster Sultan und Begründer des Osmanischen Reiches. Osman war Sohn des Hordenfürsten Ertuğrul. Es war umstritten, ob er der Enkel von Suleyman Shah oder von Gündüz Alp ist, doch moderne türkische Historiker wie Ahmed Akgündüz oder Said Öztürk schließen das aufgrund neu durchsuchter osmanischer Archive aus. Der Großvater des I. Osmanischen Herrschers ist danach Gündüz Alp. Er entstammte dem oghusischen Stamm der Kayi. Er war zunächst Vasall der Seldschuken und verteidigte das Reich gegen die Byzantiner, stellte sich dann 1288 als Nachfolger seines Vaters an die Spitze des türkischen, in Phrygien angesiedelten Nomadenstammes, der nach ihm den Namen Osmanen annahm. Er gilt als erster Sultan und Begründer des nach ihm benannten Osmanischen Reichs, indem er sich 1299, nach dem praktischen Verfall der Seldschuken, für unabhängig erklärte und das ganze westliche Kleinasien eroberte. Eine Anekdote erzählt, dass er einst, als er bei seinem Lehrmeister Edeb Ali schlief, von einem Samen träumte, der zu einem Baum wuchs. Der Baum umschloss die Erde. Sein Lehrmeister Edeb Ali interpretierte, dass er der Samen sei und seine Dynastie eine Weltmacht werden würde. Daraufhin verheiratete er seine Tochter mit Osman Ghazi.[1] 1326 belagerte er die Städte Brussa (heute Bursa) und Nicäa (heute İznik). Brussa konnte er noch erobern bevor er im selben Jahr starb. Sein Sohn Orhan I. beendete sein Werk und eroberte Nicaä. Er konsolidierte die osmanische Herrschaft. Bei Staatsgründung betrug die Fläche 4800 km², nach dem Tod des ersten Sultans wuchs die Fläche auf 16.000 km²
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